Samstag, 26. Mai 2012

Bilder


Valle de la Luna - ein alter Mann!

Valle de la Luna - ich und meine Chefin. Das liegt etwas außerhalb von La Paz.

Valle de la Luna.

Sorata, meine Chefin und ein Mitarbeiter von Caritas.


Ein kleiner See auf etwa 4200m. Eigentlich, wenn es nicht so neblig ist, sieht man den Schneeberg im Hintergrund.

Die Jungs musste als auf mich warten, ist nicht so einfach sich an die dünne Luft zu gewöhnen.





In einer Höhle - etwas Tourismus.

Bei der Arbeit - Besichtigung der Communities.

Sorata liegt am Fuß von dem Berg.
Ich hab leider nicht so viel Zeit grad, deswegen wieder nur Bilder. Aber es geht mir gut. Bin mal wieder in La Paz und muss jetzt auch schon wieder los...
Liebe Grüße!

Montag, 21. Mai 2012

Heute

Eine Freundin hier in Bolivien hat mir letztens was erzaehlt, was ich gerne weiter geben wuerde. Sie traf einen Mann, der viel Unterwegs war, immer wieder auf Dienstreisen, weit weg von seiner Familie. Er erzaehlte ihr, dass er immer, wenn er in Brasilien ist, Limonen kauft. Die bringt er dann nach Hause, wo es keinen frischen Limonen gibt, um dort einen Limonensaft fuer seine Familie zu machen. Die Freundin hier erzaehlte mir dass, weil sie den gluecklichen und freudigen Gesichtsausdruck dieses Mannes, als er ihr das erzaehlt hatte, nach viele Jahren immer noch in Erinnerung hat. Danke Papa und alles Gute zum Geburtstag!

Heute hatte ich einen sehr guten Tag in La Paz mit meiner Chefin und ihrem Mann: Ausgeschlafen, im Moon Valley spazieren gegangen, super leckeres Fleisch zum Mittagessen gehabt in einem gemuetlichen kleinen Restaurant, im Kino in einer riesen ShoppingMall einen Film auf spanisch gesehen und verstanden, Eis gefuttert, Schuhe gekauft, zufaellig welche getroffen, die mit mir morgen die Uni anschauen, und jetzt noch ein bisschen chillen. Gutes Leben. Morgen gehts noch zu ein paar Gespraechen mit Mitarbeitern und uebermorgen dann wieder nach Sorata. Da war ich auch gestern, und es gefaellt mir sehr gut dort. Das Team ist super und die Landschaft ist genial. Um nach Sorata zu kommen, faehrt man von La Paz durch El Alto, queer durchs Altiplano und dann beim Titicacasee “rechts” runter. Naja, so ungefaehr. Jedenfalls ist das meine Lieblingsstrecke. Man braucht etwa 3 Stunden. Wenn das Internet wieder besser ist kommen auch Fotos.

Damit vor allem ganz liebe Gruesse nach Afrika!
Moema

Donnerstag, 17. Mai 2012

Coroico - Caranavi - Coroico - La Paz

Die letzten 3 Tage war ich in Caranvi, etwa 3h fahrt von hier, auf einem Kongress vom Caritas Coroico und Misereor. Thema "Manejo de recursos naturales dentro la agricultura sostenible". (Etwa: "Management von natürlichen Ressourcen in einer nachhaltigen Landwirtschaft".) War schön, mit verschiedenen Menschen aus ganz Bolivien, ein paar Gruppenarbeiten, kennen lernen derer Projekte, Workshops im Wald, Feiern am Abend, ständige Übermüdung (spanisch hören und reden ist immer noch etwas anstrengend, vor allem, wenn ich nicht viel geschlafen habe), usw.
Ich habe gelernt, wie man hier einen Kompost macht, aber vermutlich ist das nicht so interessant für Menschen aus anderen Klimazonen, denn das war schon sehr speziell für Caranvi.
Das beste war allerdings, dass auch junge Leute daran teilgenommen haben, wir hatten Spaß und ich kann die jeder Zeit besuchen und so etwas mehr von Bolivien kennen lernen - wenn ich Zeit hätte!

Wenn alles gut geht, bin ich ab morgen wieder für etwa eine Woche in La Paz und Sorata unterwegs. Caranavi lag im etwas tiefer, es war ziemlich warm. Coroico ist wieder erträglicher und in La Paz könnte es Minus-Temperaturen haben. Aber es ist nicht mehr langweilig hier! :)

Letzte Woche haben wir wieder eine paar ältere Menschen besucht in einem Dorf etwas weiter weg von hier. Hin konnten wir bei jemandem mitfahren, aber zurück mussten wir laufen, etwa 3h bis wir wieder an einer befahrenen Straße waren. Ich muss mich an so etwas erst noch gewöhnen. Das zählt alles zu Arbeitszeit hier, aber im Prinzip ist es ein bezahlter Spaziergang, wenn auch notwendig.

Noch so ein paar Kulturdinge: In einer Bar gibt es Bier fast immer nur im Doppelpack zu kaufen (also 2 Flaschen). Dies wird dann immer gerecht aufgeteilt, aber nur einer zahlt. Bis jetzt habe ich noch nicht raus gefunden wer und wie das abgesprochen wird. Der erst Schluck Bier am Abend wir nicht getrunken, sonder auf den Boden gekippt. Ist Tradition. Dann werden ein paar Schlücke getrunken. Dann sitzt man und eventuell erzählt man sich was oder schweigt und schaut in der Gegend rum. Dann wird wieder getrunken, aber alle gleichzeitig. So sind die Gläser immer etwa zum gleichen Zeitpunkt leer und es wird wieder nachgefüllt. Wir wurde das etwas zu langweilig, also habe ich mir angewöhnt, immer Karten/Würfel dabei zu haben und nun wird immer Karten gespielt oder gewürfelt. Dabei spielen wir "meine" Spiele und ich werde immer besser im erklären auf spanisch. Je fortgeschrittener der Abend jedoch ist, desto häufiger wirft man mir vor auf Portugiesisch anstatt auf Spanisch zu reden....

So, jetzt ein paar Fotos, damit ihr sehen könnt, dass es mir gut geht!

Warten auf eine Mitfahrgelegenheit.

Pause vom vielen Laufen.

Didia, mit der ich zusammenarbeite. Die meisten Bolivianer sind kleiner als ich.

Irgendwo auf dem Weg nach Hause.

Workshop im Wald.

Boden im Wald

Workshop über Kompost.

Schutz vor dem Regen unter einem Bananenbaumblatt.

Holzbrücke - zum Überqueren muss man aus dem Auto raus.

Caranvi 


Freitag, 11. Mai 2012

Bolivien aktuell

So, ich war nicht in Sorata, wie angekündigt, sondern bin brav in Coroico geblieben. Und das war auch ganz gut so, denn nur so konnte ich mit Freunden grillen gehen, Deutsche Couchsurfer bei mir zu besuchen haben und hinten auf dem Jeep mitfahren bei den Besuchen weiterer Communities.

Bolivianische Flagge: Rot für die Tapferkeit der bolivianischen Soldaten, Gelb für den Reichtum an Mineralschätzen und Grün symbolisiert die Fruchtbarkeit des Landes.



Jetzt mal was aktuelles zu hier: Bolivien hat gerade in paar Probleme. Es wird gestreikt. Dauernd und überall. Ich konnte diese Woche nicht nach Sorata, weil die Fahrer-Gewerkschaft streikt, die wollen mehr Geld. Inzwischen fahren wieder einige Taxis und Kleinbusse.
Aber da zur Zeit auch die Ärzte, Pflegepersonal und Medizinstudenten streiken und die Straßen blockieren, kommt man nur selten nach La Paz (und andere Städte) rein und kann sich da auch meist nur zu Fuß fortbewegen. Die Streiken schon seit über einem Monat, da ein neues Gesetzt die Arbeitszeit in Gesundheitswesen verlängert und das wollen die nicht (wurde inzwischen wieder aufgehoben, aber die Streiken trotzdem noch..?). Es gibt dabei Verletzte (Auseinandersetzung mit der Polizei) und Tote (2 Kinder sind in der Zeit in Krankenhäusern gestorben, weil sich keiner um sie gekümmert hat). Aber sie sind Kreativ - die Spruchbänder werden teilweise mit Blut geschrieben...

Der Nationalflagge gleichgestellt: Die Wiphala.


Evo Morales, der erste indigene Präsident in Bolivien, ist hier sehr bekannt. Ich habe bisher fast in jedem Haus ein Bild von ihm gesehen, vor allem aber in allen Schule und oft in öffentlichen Einrichtungen. Er war mal Coca-Bauer und hat kein abgeschlossenes Studium, aber es scheint mir so, als ob das Volk ihn liebt. Gerade am 1.Mai bin ich zufällig an ihm vorbei gefahren (glaube ich zumindest), dass muss kurz vor der Enteignung des spanischen Stromkonzern REE gewesen sein.
(Wer noch was kurzes zu Bolivien und Morales lesen will: "Wie Bolivien zum zweitenmal gegründet wird" Eduardo Galeano. Galeano ist lesenswert, auch wenn ich ihn nicht immer verstehe.)

So genug für heute. Ich habe auch keine neuen Fotos mehr. Ich fühle mich langsam mehr und mehr " zu Hause" hier, kenne mich aus, kann einkaufen gehen, habe ein paar Freunde, usw..
Trotzdem noch mal: Falls jemand etwas Zeit und Geld übrig hat bis Ende Juli: Es ist wunderschön hier! :)

Liebe Grüße,
Moema

Freitag, 4. Mai 2012

Was macht Moema in Bolivien?

Soweit ich mich erinnern kann, habe ich noch gar nicht geschrieben, was ich hier so mache... oder?
Also, vor allem bin ich hier um Spanisch zu lernen. Das ist gar nicht so einfach, oder ich bin zu ungeduldig. Ich habe eine Spanischlehrerin hier, und immer wenn ich Zeit habe, besuche ich sie in ihrem Laden und sie bringt mir etwas bei (zZ lerne ich unregelmäßige Verben). Reden geht auch, die Leute hier verstehen mein Portugiesisch-Spanisch-Gemisch :)

Ausbildungszentrum für die Frauen.
Des weiteren bin ich hier um Projekte von Caritas kennen zu lernen. Bis jetzt konnte ich mich etwas in ein Frauenprojekt einarbeiten. Da geht es vor allem darum, Frauen zu stärken und zu Leiterinnen in ihren Gemeinden auszubilden. Sie lernen ihre Rechte kennen und erhalten technische Unterstützung im Bereich der Kaffeeproduktion, der Hühner- / Schweinezucht und des Imkerns. Ich habe bei einem Workshop zur Hühnerzucht und bei einem zur Kaffeeproduktion teilgenommen. Das größte Problem ist jedoch die Gemeinschaft unter den Frauen. Sie müssen zusammenarbeiten um auf dem Markt mithalten zu kommen, jedoch besteht ein zu großes Misstrauen unter ihnen.


Frauen beim sortieren von Kaffeebohnen.
Beim Kaffee pflücken.




















Sorata, knapp unter dem Nebel.


Außerdem habe ich letzten Montag ein weiteres Projekt kennen gelernt bei dem es um Katastrophenvorsorge geht. Einer der Standorte ist in Sorata, etwa 6h entfernt von Coroico. Da letzten Montag nicht so viel Zeit war, nutze ich die Gelegenheit, dass meine Chefin nächste Woche für 2 Tage hin fährt um es besser kennen zu lernen. (Mehr zu dem Projekt:Info Bolivien Katastrophenvorsorge)



Letztendlich werde ich aber wahrscheinlich in einem neuen Seniorenprojekt mitarbeiten, welches jetzt dann erst startet.

Mein Alltag besteht damit aus Spanisch lernen, in die Dörfer in der Umgebung fahren und Projekte besuchen (Ein Dorf hier ist etwas anders, meistens 1-5 Häuser an einem Ort zusammen, weitere Häuser sind nur zu Fuß erreichbar), an Workshops teilnehmen, nach La Paz, Sorata und andere Orte reisen und ja, das wars. ...

Liebe Grüße!

Moema


Ich und meine Chefin Dolly.





















PS: hier gibts manchmal mehr Fotos...

Mittwoch, 2. Mai 2012

Eindruecke der letzten Tage

Mit dem Kayak auf dem Titikakasee, 3810Metern ueber dem Meeresspiegel.

Es ist wunderschoen hier!

Altiplano, Hocheben der Anden.


Von der bolivianischen Seite rueber nach Peru.



Mururata am Abend.


Kinder, die auf Muellbergen spielen.